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Freisprechungsfeier der Wintergesellenprüfung 2018/19

13.03.2019

Handwerker selten so begehrt

Der neue Tag Weiden. (uz) Die Chancen seien riesig, betonte Seggewiß bei der Freisprechungsfeier der Wintergesellen-prüfung der Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz in der Max-Reger-Halle. Die Nordoberpfalz sei zurzeit die dynamischste Region in Bayern, behauptete er. "Mittelstand und Handwerk sind die Menschen in der Nachbarschaft."

 

Bild: Kunz

157 Prüflinge sind jetzt Gesellen. Die Quote der bestandenen Prüfungen habe bei 91 Prozent gelegen, sagte Kreishandwerksmeister Joachim Behrend. Geprüft worden seien Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Metallbauer für Konstruktionstechnik, Fachpraktiker für Metallbau, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Mechatroniker.

Bildung bedeute mehr, als nur gute Noten zu haben, begann Kammerpräsident Georg Haber seine Festrede. Dazu zählten Empathie, Teamfähigkeit und der Blick auf das Wesentliche. Jeder mit Gesellenabschluss sei jetzt ein fachlicher und hochqualifizierter Profi in seinem Handwerksberuf." Sie haben sich auch als Mensch ein Stück weit weitergebildet. Wenn Sie am Ball bleiben, Ihr Engagement beibehalten und Herzblut in Ihr Handwerk legen, dann steht Ihnen eine aussichtsreiche, eine gesicherte und erfolgreiche berufliche Zukunft bevor. Sie sind begehrt. Selten waren gut ausgebildete Fachkräfte so gefragt wie heute", betonte Haber. Einfache Tätigkeiten erledigten künftig Roboter. "Nicht aber das, was Sie können." Dies sei viel zu komplex und vielfältig, "Das erfordert Kreativität und Geschick".

Im laufenden ersten Ausbildungsjahr seien die Lehrlingszahlen leicht zurückgeganen im Vergleich zum Vorjahr. In Ostbayern um 3,2 Prozent. "Viele Lehrstellen sind unbesetzt geblieben, auch in der nördlichen Oberpfalz." Der demografische Wandel schlage hier durch. Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe seien prall gefüllt. Die Wartezeiten auf einen Handwerker lägen aktuell bei sieben Wochen. "Lukrative Aufträge stehen also an. Wir brauchen gut ausgebildete Leute wie Sie." Und auch die Bezahlung stimme.

So verdienten Handwerker in ihrem Berufsleben oft genauso gut, wenn nicht besser, als viele Akademiker. Außerdem stünden in den kommenden zehn Jahren rund 11 000 Betriebe in Ostbayern zur Übergabe an.
Haber: "Die brauchen einen neuen Chef." Das Handwerk halte verschiedenste Entwicklungsmöglichkeiten offen.

Man könne sogar noch eine Schippe drauflegen: Meister, Hochschulstudium. Das duale System mache es möglich. "Es liegt an Ihnen. Bewahren Sie Ihre Neugier auf Neues." Für den Oberpfälzer Handwerkerbund gratulierte Hans Person. Gesellensprecher Wladimir Schmeilzl erinnerte an die entbehrungsreiche, spannende Ausbildungszeit. Sein Dank galt Ausbildern und Eltern.

Beste Teilnehmer sind Andreas Krämer (Stangl & Hecht, Erbendorf), Lukas Schicker (Hopf Haustechnik, Waldsassen), Andreas Babl (F.EE Industrieautomation, Neunburg vorm Wald), Maximilian Diepold, Patrick Purucker, Wladimir Schmeilzl (Witron Logistik, Parkstein), Emil Dölschner (Baumann, Amberg) Philipp Lindner, Manuel Mathy, Alexander Pamler (Sitlog, Altenstadt) und Patrick Haubner (Haubner-Bau, Friedenfels).


Bild: Kunz

 
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