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Ausbildungsmesse in der Max-Reger-Halle Roter Teppich für Azubis

18.05.2017

(sbü) Tausende Jugendliche strömten am Samstag zusammen mit ihren Eltern in die Max-Reger-Halle.
Was vor zehn Jahren mit 30 Ausstellern in der Aula der Realschulen begonnen hatte, ist zu einem Großereignis geworden. 108 Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen präsentierten ihr Ausbildungsprogramm und warben um Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer.
Arbeitsagenturchef
Thomas Würdinger stellte fest, dass das Programm von Jahr zu Jahr vielfältiger werde. "Die Aussteller lassen sich immer mehr Programmpunkte einfallen, um auf sich aufmerksam zu machen. Kugelschreiber und Bonbons hinlegen und warten bis jemand eine Frage hat, reicht längst nicht mehr", kommentierte der Chef des Organisationsteams das Geschehen. Und er freute sich auch darüber, dass so viele Eltern gemeinsam mit ihren Kindern gekommen waren. Schließlich üben die Eltern einen entscheidenden Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder aus.


Baggern und hämmern

Jeder Besucher konnte erleben, dass der Konkurrenzkampf um Schulabsolventen am Messetag die Betriebe immer mehr herausfordert. So lockte zum Beispiel die Harald Gollwitzer GmbH aus Floß Bewerber mit einem Baggersimulator an ihren Ausbildungsstand. Im Führerstand konnten Jugendliche virtuell einen Bagger steuern und Arbeiten damit erledigen. Gezeigt werden soll, dass Bauberufe längst nicht mehr viel mit Schubkarre, Schaufel und Lastenheben zu tun haben. Ihre Kräfte konnten die Jugendlichen am Stand von Glas Schöninger beweisen. Mit einem Eisenhammer durften sie versuchen, ein Sicherheitsglas zu zertrümmern. Die meisten waren erstaunt, welchen Widerstand dieses Glas leistet. Sportlich spielerisch ging es am "Handball-Tipp-Zählmaschine" der BayWa AG zu. Den Ehrgeiz" möglichst lange mit dem ganzen Körper an einer Stange hängen zu können", forderte der Ausstellungsstand der Bundeswehr im Außenbereich der Max-Reger-Halle heraus.

Handwerk zeigt sich

Das Handwerk füllte mit 17 Ausbildungsständen den gesamten Raum des Gustav-von-Schlör-Saals im Obergeschoss. "Riechen, schmecken, fühlen und hören" sollte man laut der Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Christa Neubauer-Kreutzer, die einzelnen Berufsbereiche des Handwerks. Deshalb durfte dort frisiert, Teig gerollt, gehobelt und gehämmert werden. Die Spengler- und Heizungsbauer-Innung wartete mit einem großen Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiel auf. Über lange und stark gebogene Aluminiumrohre musste ein Metallring gezogen werden, ohne die Rohre zu berühren. Auch die Ehrengäste fühlten sich herausgefordert, ihre Fähigkeiten zu beweisen. Viel Beifall erhielt dabei der Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch. Die Ausbildungsmesse ist längst neben ihrer eigentlichen Bedeutung als Berufsinformationsveranstaltung zum interaktiven Treffpunkt zwischen Wirtschaft und Politik geworden. Die lange Liste der Ehrengäste lässt auf einen gerne besuchten "Pflichttermin" für viele schließen. Zahlreiche Gespräche am Rande ihres Messerundgangs noch lange nach der Eröffnung machten dies deutlich.

Wer das Informationsangebot nutzte, konnte zum Beispiel Vorträge von Wirtschaftsvertretern über die dualen Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Online-Medien, Betriebswirtschaft oder E-Commerce hören. Ein großes Team von fast allen Berufsberatern und Arbeitsvermittlern der Arbeitsagentur stand Rede und Antwort. Bei den Wirtschaftsjunioren wurden Vorstellungsgespräche trainiert. Wichtige Tipps zur Gestaltung einer Bewerbungsmappe gab es vom BFZ Weiden. Wer seine Talente erst einmal testen lassen wollte, konnte dies bei der "Kompetenz-Ralley" des BFZ erledigen. Wäre die Max-Reger-Halle größer, hätten sich noch mehr Teilnehmer präsentiert. Bereits jetzt ist die Vormerkliste für das nächste Jahr lang. "Nach der Ausbildungsmesse ist vor der Ausbildungsmesse", sagte Arbeitsagenturchef Würdinger.

 

 

Vertreter des Handwerks  Bilder: Argauer

 
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