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Freisprechungsfeier der Sommergesellenprüfung 2014

30.09.2014

 

Die Teilnehmer der Sommergesellenprüfung 2014


"Sie spielen jetzt in der Profiliga"

 

Freisprechungsfeier im Handwerk


Weiden. Etappe geschafft: 198 junge Leute bekamen nach der Sommerprüfung ihre Gesellenbriefe. Gelernt haben viele von ihnen in kleinen Betrieben. Trotzdem wurde bei der Freisprechungsfeier deutlich: Die Bedeutung des Handwerks in der Region ist überraschend groß.

 

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß denkt pragmatisch. Zwar stünde den frischgebackenen Handwerksgesellen jetzt eine Reihe an beruflichen Wegen offen. "Aber oft plant man anders, als es später dann kommt." Bei der Freisprechungsfeier der Sommergesellenprüfung am Sonntagvormittag bekamen 198 junge Leute ihre Gesellenbriefe.

Kreishandwerksmeister Karl Arnold sprach von einer positiven Darstellung des Handwerks. "Gerade in der jetzigen Zeit des Facharbeitermangels ist sich das Handwerk seiner Verantwortung bewusst." Das Handwerk sei "die Wirtschaftsmacht von nebenan." Zur Prüfung angetreten seien 214 Azubis. Die Erfolgsquote liege bei 93 Prozent, so Arnold.

 

Die besten Teilnehmer 

Wenigstens eine Note 1 im praktischen und mindestens die Note 2 im theoretischen Teil, also die Gesamtnote 1, erzielten: die Zimmerer Felix Schäfer (Ausbildungsbetrieb Josef Kellner, Weiden) und Benedikt Zeitler (Baugeschäft Kreuzer, Störnstein), die Elektronikerin für Automatisierungstechnik Martina Mark (Witron, Parkstein), Bäckereifachverkäuferin Nicole Ernstberger (Kutzer, Konnersreuth), Metzgereifachverkäufer Patrick Hein (Hausner & Peugler, Weiden) sowie Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Philipp Neubaer (Lohner & Sohn, Lappersdorf).

Alexander Stahl, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Marketing bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, betonte die Vielseitigkeit des Handwerks. "Sie spielen jetzt in der Profiliga". Das Handwerk Ostbayern beschäftige rund 20 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und bilde 35 Prozent der Lehrlinge aus. Gleichzeitig würden 22 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet.

Handwerk habe eben goldenen Boden. Im Gebiet Nordoberpfalz seien 3000 Betriebe und 11 Innungen beheimatet. "Wir brauchen Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind." Wirtschaft benötige Verantwortung. Und Handwerksbetriebe blieben selbst im Zeitalter der Globalisierung ortsgebunden.

"Mit der Entscheidung für einen Handwerkberuf haben Sie eine gute Wahl getroffen." Die Absolventen hätten ihre Fachprüfungen bestanden und einen "guten Saisonauftakt" hingelegt. "Jetzt müssen Ihnen weitere Spielzüge gelingen." Auf der Profibühne zu bestehen, verlange lebenslanges Lernen. Das Handwerk sei das Zentrum der deutschen Wirtschaft. Pfarrer Peter Zillich bemühte sogar den emeritierten Papst Benedikt XVI., der eine enge Verbindung zur Europa-Berufsschule pflege, als Gratulanten.

Gesellensprecherin Martina Mark betonte, dass Lehrjahre keine Herrenjahre seien. Es spielte die Schulband der Musikschule des Vierstädtedreiecks.

 

Bäcker größte Gruppe

Mit 28 Prüfungsteilnehmern stellten die Bäcker die größte Berufsgruppe, gefolgt von den Bäckereifachverkäuferinnen (25), Schreinern (21), Maurern, Elektronikern und Friseuren (jeweils 21). Ferner wurden freigesprochen: Hochbaufacharbeiter, Zimmerer, Maler und Lackierer, Fachwerker im Maler- und Lackiererhandwerk, Mechatroniker, Metallfachwerker, Holzfachwerker und Metzgereifachverkäuferinnen.

 

Quelle: Der Neue Tag, Weiden

 

Festredner Alexander Stahl

 

Dankesworte eines Prüflings

 
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